Tianxia

Chinesisches Kaiserreich zur Zeit der Qin DynastieWir schreiben das Jahr 222 v. Chr. Die letzten Kriege toben noch, doch die Zeit der streitenden Königreiche ist vorbei. Nacheinander hat Yíng Zhèng, König von Qin, die anderen Reiche unterworfen. In einem blutigen Feldzug, mit einer riesigen Armee von bis zu einer Million Soldaten, unterwarf er zuerst das Reiche Han (230 v. Chr), Zhao (228 v. Chr), Wei (225 v. Chr.) und Chu (223 v. Chr.). Der Krieg gegen die letzten beiden Reiche, Yan und Shandong, ist noch in vollem Gange.

Yíng Zhèng hat offensichtlich vor, eine jahrhundert alte Utopie Wirklichkeit werden zu lassen: „Alles Unter Dem Himmel“ (chin. Tiancia). Dafür errichtet er einen meritokratischen Beamtenstaat mit dem Zentrum Xianyang.

Es ist die Zeit von grossen, von konfuzionistischen Idealen geprägte Herrschern, wie Ying Zhèng, oder wie er sich später nennt: Qín Shǐhuángdì, dem „Ersten erhabenen Gottkaiser von Qin“. Aber auch die Zeit von zwielichtigen Kaufmännern wie Lü Buwei, oder legalistischen Kanzlern wie Li Si. Oder Attentätern Jing Ke. Und in mittem all dem finden sich auch einige einsame Helden, die eigentlich nur Nudeln essen wollten…