Visalyar Lorindië Geisterlicht

Curriculum Vitæ

ausgestellt von Regens Ferno Thalan (Magister Ordinarius)

Komplett als PDF: Personalakte Visalyars

Akademiesiegel BelhankasPhedro Lorindië ist bereits vor seiner Aufnahme in der Akademie bekannt. Seine Mutter, die Auelfin Lorindië Sichelmond beehrte die Akademie oft mit ihrem Besuch und war oft als Magistra extraordinarius für elfische Magica communicativa tätig. Als sie jedoch ein Kind mit gemischtem Blut gebar, gab sie es dem örtlichen Perraine-Tempel ab und verliess Belhanka. Seither fehlt von ihr jede Spur auch wenn Collega Silas Tornan einige Nachforschungen angestellt hat.
Zerberoan ay Belhanka (Magister ordinarius em.) hat sich schliesslich dem Jungen angenommen und ihn bei sich aufgezogen. Deshalb ist er bereits auf dem Gelände der Akademie aufgewachsen. Die Erziehung hat dann jedoch vor allem die Zofe Ardren um den Jungen gekümmert.
Mit neuneinhalb Jahren wurde Phedro Lorindië als Eleve aufgenommen. Die damalige Prüfung stellte eine Begabung für die Bereiche der Magica communicativa und der Magica movendi fest und deshalb eignet sich der Junge hervorragend für die den Lehrgang der Akademie. Man beschloss ausserdem, dass Phedro Lorindië besonders gefördert werden soll. Ausserdem meldete sich Kalin ya Thêb (magus), er möchte den Jungen gerne als Studienobjekt benutzen. Er ist daran eine Traktat über das Thema «Einflüsse in jüngsten Jahren auf Begabungen von Scholaren» zu verfassen. Seine Anfrage erhielt eine positive Antwort.

Während seiner Zeit als Eleve fiel Phedro jedoch eher negativ auf. Er zeigte höchsten Unwillen am Lernen und Studieren. Sein Mentor beklagte sich über mangelnden Anstand und aussergewöhnliche Trägheit. Er bestand die darauffolgende Novizenprüfung nur knapp.

Die drohende Wiederholung eines Lehrjahres schien jedoch positive Wirkung auf die Motivation des jungen Novizen zu haben. Er strengte sich von nun an mehr an und schien sich auch ernsthaft für die Lehrfächer zu interessieren. Nun fiel er durch die konstant guten Leistungen auf. Diesmal gab es vor der kommenden Prüfung keine Bedenken mehr und die letzten drei Jahre als Studiosus gingen ebenfalls im Fluge vorbei.

Auffallend war sein Interesse im Bereich der Magica sphairologica. Phedro belegte alle Vorlesungen zum Thema und unterhielt gute Beziehungen zu Utharian Phexens Magister extraordinarius viatoris
Puniniensis, einem bekannten Magus der genannten Fakultät. Sein Antrag für Zugang zum magischen Werk Codex Dimensionis um damit eine Rekonstruktion der Formula des Cantus Limbo nusquam appareas wurde wegen Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und vor allem der zu hohen Risiken für den Scholar selbst und seine Umwelt abgelehnt.

Erwähnenswert ist ausserdem, dass der junge Phedro ab dem vierzehnten Lebensjahr von seltsamen Träumen besucht wurde. Sie handelten oft von seiner Mutter und obwohl er sie nie gesehen hatte, konnte er sie anhand der Traumbegegnungen erstaunlich genau beschreiben. Die Träume waren schliesslich auch Anlass Vorlesungen zum Thema der Traumdeutungen zu besuchen und er hat sich sehr darum bemüht Zugang zur Thesis des Cantus In somnium tuum appaream. Dieser wurde ihm schliesslich wegen seiner guten Leistungen gewährt. Eine examniatio seiner Träume ergab jedoch keinen äusseren Einfluss, einzig einige pertubationen und perfluktionen der eigenen potentia.
Zudem holte sich Phedro Lorindië auch zwei Verwarnungen während seiner Studienzeit ein: Einmal erschien er völlig betrunken zu einer Vorlesung. In seinem Zimmer fand man zwei leere Flaschen besten Rotweins, den er zuvor in der Küche entwendet hatte. Ein andermal wurde er mitten in der Nacht im Bereich für Studiosi erwischt, was zwar allgemein an der Akademie erlaubt wird (im Vergleich zu anderen Akademien), jedoch war dies zum einen während seiner Zeit als Candidatus und zum anderen wurde er beim rahjagefälligen Spiel erwischt. Seine Gespielin Arya wurde ebenfalls verwarnt.
Schliesslich legte er die examinatio jedoch mit Bravour ab und erhielt die Würde des Adepten, sowie das signum der Akademie der Geisterreisen zu Belhanka. Als Magiername wählte er Visalyar Lorindië Geisterlicht, im Andenken an seine elfischen Wurzeln.

Bereits einen Monat später verliess er die Akademie. Seiner eigenen Aussage nach hat er zwei Ziele: Zum einen die Forschung im Bereich der Magica sphairologica und zum anderen möchte er gerne mehr über die eigenen Wurzeln erfahren, denn er glaubt, dass die Träume ihm etwas sagen wollen, vielleicht gar von seiner Mutter gesandt wurden.

gez.
Ferno Thalan am 22. Hesinde 999 BF