Es ging etwas schneller und überstürzter als erwartet, aber das hat auch seine guten Seiten. Seit gestern gibt es tatsächlich eine Opus Anima Gruppe auf Sphärenriss, bestehend aus folgenden Mitgliedern:

  • Christian
  • Seiji
  • Verena
  • Joel, als Meister

Wie bereits abgemacht, findet die erste Spielsitzung in zwei Wochen, also am 3. Oktober statt. Details findet ihr wie bis anhin in der Seitenleiste.

Zudem habe ich bereits einen Forumsbereich für Opus Anima eröffnet. Für allfälluge Diskussionen, Informationen und Absprachen. Ebenfalls wie üblich.

Ich werde heute Abend noch die notwendigen Informationen zur Hintergrundgestaltung eurer Charaktere hinterlegen. Nun aber noch einige grundlegende Informationen zur Spielweise und zum Ablauf.

Das Grundregelwerk zu Opus Anima

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, gibt es das komplette Grundregelwerk frei zum Download auf der offiziellen Webpräsenz. Grundsätzlich dürft ihr das natürlich auch herunterladen, jedoch möchte ich noch einmal betonen, dass ihr nur das komplette erste Kapitel lesen solltet und von den beiden anderen die Finger lassen solltet. Das ist mir wirklich wichtig, denn ihr sollt die Geheimnisse der Welt während des Spiels entdecken und nicht als Bettlektüre.

Was ihr jedoch lesen müsst, ist die Einleitung (bis S. 13). Auch hier werden erste Themen der Seelenlosen angerissen, doch nur gerade so viel, dass mehr Fragen entstehen sollten, als Antworten. Legt den Fokus hierbei vor allem auf die häufig gestellten Fragen auf S. 10.

Das erste Kapitel beinhaltet die Beschreibung der gesunden Welt. Hier dürft ihr euch frei auswählen, was ihr lesen wollt. Da die Charaktere sich nicht mehr an ihr Leben vor dem Seelenraub erinnern müssen, können sie auch viele Details ihrer gewohnten Umgebung vergessen haben und als Spieler könnt ihr es euch so sehr leicht machen. Wollt ihr aber bereits einen tieferen Einblick in Geographie, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik gewinnen, könnt ihr euch im ersten Kapitel frei austoben.

Das Regelwerk ist in Kapitel 3 untergebracht. Grundsätzlich funktioniert es gleich, wie bei Opus Anima: Investigation, ihr solltet also keine Wissenslücken haben. Deshalb müsst ihr die Regeln auch nicht noch einmal anschauen. Ihr könnt aber, wenn ihr euch nur auf den Abschnitt „Grundregeln“ beschränkt (das sind die Seiten 287 bis 307). Nahe legen kann ich euch da die Kampfregeln (sie sind etwas erweitert als bei OA:I) und die Regeln zur Sozialen Interaktion.

Die Spielweise: Horror und Seelengeschichten

Grundsätzlich ist Opus Anima als Horrorrollenspiel ausgelegt (die Autoren nennen es Grotesken Horror). Ich werde dabei aber vor allem versuchen Mystery-Elemente zu betonen. Trotzdem wird man Horror, Brutalität und Schockelemente vorfinden. Damit sollte man klar kommen. Wem es zu viel wird, muss sich melden.

Der viel wichtigere Teil, da er Opus Anima von anderen, bisherigen Systemen unterscheiden wird, ist die Fokussierung auf die Charaktere und ihre Geschichte. Es ist schwierig zu beschreiben, was ich vorhabe und ich weiss auch nicht, ob es mir gelingen wird, so wie ich es mir vorstelle. Es wird sowohl für mich, wie für die Spieler eine Herausforderung. Was ihr jedenfalls nicht erwarten könnt, ist eine lineare Handlung oder gar eine logische Handlung. Die Welt, in der wir uns bewegen, ist weder linear noch logisch – und sie ist schon gar nicht schön.

Was heisst das für euch? Ihr werdet euch stärker einbringen müssen, denn es wird keinen Tag geben, wo ihr euch zurück lehnen und den ausgeklügelten Plot des Spielleiters geniessen könntet. Ihr seid für die Gestaltung eures Charakters verantwortlich – und somit für den Plot, denn der Plot dreht sich massgeblich um euren Charakter. Einen Seelenlosen zu charakterisieren und darzustellen, ist gewiss nicht einfach und das kann nicht nur am Spieltisch stattfinden. Das wird auch Arbeit abseits bedeuten. So ist es jedenfalls geplant.

Das Ziel ist es, dass am Ende durch die gemeinsamen Ideen und Konzepte von Spielleiter und Spieler eine faszinierende Geschichte um drei Gestalten entsteht, die versuchen ihren letzten Rest Menschlichkeit zu bewahren und zurück ins Leben zu finden. Gestalten, die versuchen mit den Scherben ihrer Seelen wieder ein Ganzes zu werden.

Wie es weiter geht…

Mit Hilfe des Grundregelwerks und den Informationen, die ich euch heute Abend noch zur Verfügung stelle, sollte es möglich seinen euren Charakter mit erstem Leben zu füllen. Dabei erwarte ich diesmal keine detaillierte Hintergrundgeschichte, sondern eher abstrakte Ideen, Gedanken und Konzepte, die euren Charakter und dessen Seele definieren. Was ich zudem noch erwarten werde, ist ein Beziehungsdiagramm, aber dazu mehr heute Abend.

Dieses Material sollte ich bis Ende Woche haben. Danach werdet ihr bis Mitte nächster Woche (ich hoffe, es reicht mir). Ca. 1 A4-Seite erhalten, die euren Einstieg in die Welt beschreibt. Dies beinhaltet vor allem, wie eurer Seelenraub von statten ging. Zudem wird es gewisse Erinnerungsfetzen beinhaltet und Informationen, die nur für euch bestimmt sind. Am Sonntag darauf setzen wir dann mit dem eigentlichen Spiel ein. Ich kann nicht versprechen, dass gleich alles reibungslos verläuft, denn eigentlich dachte ich, ich hätte mehr Vorbereitungszeit.

Hintergrundmaterial

Wem das erste Kapitel des Grundregelwerks nicht genug ist um sich Ideen und Inspiration zu besorgen, oder gerne noch etwas mehr Einblicke in ähnliche Welten, wie die von Opus Anima möchte, dem kann ich noch einige Medientipps geben (was mir so spontan einfällt):

Literatur
Philip Pullman: His Dark Materials-Trilogie (dt. Der Goldene Kompass, Das Magische Messer und Das Bernstein-Teleskop)
Comic: The League of Extraordinary Gentlemen

Videospiele
BioShock
Myst (alle Teile)
Syberia (beide Teile)
Thief: The Dark Project (Teil 1), The Metal Age (Teil 2), Deadly Shadows (Teil 3)

Filme
Dark City
Hellboy
Prestige – Die Meister der Magie
Sherlock Holmes
Sleepy Hollow
V wie Vendetta
Van Helsing

Bei Fragen oder Unklarheiten könnt ihr euch jederzeit an mich wenden.