Einige wissen ja grob schon, um was es bei Opus Anima geht. Wenn nicht, empfehle ich die Rezension beim Rollenspiel-Almanach oder die offizielle Seite zum Rollenspiel. Vor einer Woche ist das Grundregelwerk bei mir eingetroffen und zwei Abenteuer habe ich auch bereits. Nun fehlt nur noch die Gruppe bzw. die Spieler.

Beim Lesen der Rezension oder auch anderen Texten zu Opus Anima wird schnell klar, dass es schlicht und einfach anders als zahlreiche andere Rollenspiele auf dem Markt ist. Ich glaube es gibt kaum vergleichbare Systeme, die sich durchsetzten konnte. Wie lange Opus Anima auf dem Markt bleibt, kann ich nicht einschätzen, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es lange bestehen wird. Ausser es kann sich wirklich als Nischenprodukt bewähren.

Gerade weil es so anders ist, möchte ich das ganze auch etwas anders angeehen. Erstens darf man niemandem mit dem Rollenspiel überrumpeln. Schon nur die Welt an sich ist völlig quer (im wahrsten Sinne des Wortes), wenn dann noch der mysthische Aspekte der verzerrten Welt hinzu kommt, ist es wohl für viele gleich zuviel des Guten. Ich bin ziemlich begeistert von dem System. Weshalb genau, ist schwer zu sagen. Aber ich fürchte, dass ich wohl irgendwie ein bisschen genug vom klassichen Schwarzmagier kloppen und Prinzessinnen retten habe.

Nun, wie stelle ich mir das vor: Zuerst einmal steht der Charakter bei Opus Anima noch viel mehr im Zentrum, als bei anderen Systemen. Es würde wohl diesen Rahmen sprengen, wenn ich hier das genauer ausführe. Doch um den Charakteren auch wirklich das nötige Gewicht zu geben, wird das zu Beginn etwas anders funktionieren. Jeder Spieler, wird, bevor sich die Gruppe überhaupt zusammentrifft, ein eigenes Abenteuer erleben, ganz auf den Charakter abgestimmt. Erst danach werden die Charaktere zusammen treffen. Dann sollten die Spieler auch wissen, ob Sie das ganze mögen oder nicht. Wenn nicht, dann treffen sie gar nicht mit der Gruppe zusammen und der Meister kommt nicht in Erklärungsnotstand

Die Gruppe selbst darf nicht zu gross werden, denn in einer sowieso schon unübersichtlichen Welt, muss wenigstens Übersicht in der Gruppe herrschen. Das heisst, es wird maximal 3 Spieler und einen Meister geben. Die Abstände zwischen den Spielsitzungen sollte natürlich auch nicht zu gross sein und wer einmal mit dem Spielen begonnen hat, sollte dann auch weiter spielen. Mir ist das ständige wechseln der Gruppenzusammensetzung langsam zuwider. Gespielt wird vermutlich alle zwei Monate 1-2 Male. Die Abenteuer werden sicher einen grösseren Vorbereitungsaufwand mit sich bringen und zum anderen, soll Opus Anima auch nicht andere Rollenspiele behindern.

Und nun? Naja, jetzt müsste ich wissen, wer an sowas Interesse hat. Diejenigen unter euch, die sich sowas vorstellen können, schreiben doch eine kurze Mail an info@sphaerenriss.ch oder kontaktieren mich sonstwie, damit ich mir das weitere Vorgehen überlegen und dann planen kann. Eventuell stirbt das ganze auch gleich, ehe es begonnen hat, weil ich der einzige bin, der sowas spielen will. Dann werde ich wohl meine Sachen packen und nach Deutschland ausreisen :p